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„Kaum zu glauben, dass der erste Junior-Coach-Day noch getoppt werden konnte“

Nun ist auch der zweite „Junior-Coach-Day“ Geschichte – und die Nachwuchstrainer waren wieder begeistert. Für die Neuauflage des Events, das 2015 zum ersten Mal in der Sportschule Barsinghausen veranstaltet worden war, hatten sich die Organisatoren des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) eine neue Location ausgedacht: die VW-Arena in Wolfsburg. Unter den 43 teilnehmenden Junior-Coaches war auch JC-Reporter Osama, der für uns von seinen Erlebnissen beim „JCD Part 2“ berichtet.

Als ich in die Teilnehmerliste blickte, habe ich mich gleich über zwei bekannte Namen gefreut: Chiara und Kosta. Wir drei waren schon beim ersten Junior-Coach-Day letztes Jahr in Barsinghausen dabei. Und nun alle gleichermaßen gespannt, wie es dieses Mal werden würde. Denn das Programm war noch geheim, wir wussten nur wo es hingeht: in die Arena des VfL Wolfsburg. Davon waren wir schon mal begeistert!

Trotz aller Vorfreude waren wir anfangs noch leicht skeptisch, ob der erste Junior-Coach-Day überhaupt getoppt werden kann. „Aber wenn’s genauso viel Spaß wie letztes Jahr macht, ist doch alles super“, sagte Chiara – und wir stimmten zu. Die Skepsis legte sich auch schon, als wir die VW-Arena betraten. Denn dieses Mal durften wir einen Eingang benutzen, der sonst nur für Mitarbeiter und VIP-Gäste ist. Mit dem Fahrstuhl ging es in den 3. Stock - in den Pressekonferenz-Raum. Begrüßt wurden wir dort vom Chefscout des VfL: Pierre Littbarski, der 1990 mit Deutschland den Weltmeister-Titel in Rom gewonnen hatte.

Inspiriert von dieser Begegnung ging es dann in die Workshop-Phase, die in den Logen der VW-Arena stattfand. Besonders das Thema „Selbstpräsentation & Rhetorik“ hatte es uns hier angetan. Denn wir übten nicht nur in der Theorie, sondern mussten auch selbst aktiv werden. Und selber reflektieren, wie unsere Ansprache auf andere gewirkt haben könnte – eine spannende Erfahrung.

Bevor es dann zum „4 vs. 4-Turnier“ im Soccer-Park nebenan ging, konnten wir drei uns noch ein kleines persönliches Highlight sichern: einen Moment ganz alleine im Stadion, auf dem Balkon der Loge. Die grün beleuchteten Ränge im Nachthimmel, die absolute Stille, bei der man einen Moment innehalten konnte – ein atemberaubendes Gefühl.

Mit dem anschließenden Turnier konnten wir den Schlaf später gut gebrauchen. Und waren so am zweiten Tag wieder voller Energie dabei. Die zweite Workshop-Phase fand auf den Plätzen des Soccer-Parks statt. Von Tipps für das Coaching einer Einheit, über konkrete Übungen bis hin zu kleinen Spiele für Spaß und Konzentration war alles dabei. Und es gab immer einen Anreiz: denn die Verlierer-Teams in den kleinen Wettbewerben musste den „Hampelmann“ tanzen und dazu „Alle meine Entchen“ singen.

Während wir im Anschluss an die Workshops noch die Zeit zum Kicken nutzen, bekamen wir Besuch von einem Überraschungsgast. Ein junger Mann mit Bart, gekleidet in Baseball-Hemd, Jeans und Sneakern: VfL-Profi Christian Träsch. Alle waren begeistert davon, endlich ihre Fragen an einen Fußballer loswerden zu können. Auch wenn es nicht nur um Fußball ging. So verriet uns Träsch unter anderem, was ein Fußball-Profi so in seiner Freizeit mit den Team-Kollegen unternimmt. Sehr interessant war für uns auch zu erfahren, wie viel Wert die Spieler auf gute Kommunikation des Trainers achten – wobei ein fairer und respektvoller Umgang für ihn eine besondere Rolle spielt. Auch wenn er selbst wahrscheinlich kein Trainer werden wird, freue Träsch sich immer, jungen Spielern - oder wie in unserem Fall jungen Trainern - zu helfen. Mit dem Tipp, immer wissbegierig zu bleiben, verabschiedete sich Christian Träsch wieder. Und hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen.

Nun war der „JCD Part 2“ schon fast vorbei, aber die Krönung der zwei Tage kam noch: das Bundesliga-Spiel des VfL Wolfsburg gegen Hertha BSC. In dem Stadion, in dem wir gestern noch den Moment der Stille genossen hatten, waren nun lauter Fußball-Fans. Dass am Ende die Fans von Hertha BSC über einen 3:2-Auswärtssieg jubeln dürften, war zwar ein kleiner Wermutstropfen für uns, aber die Herzen der Junior-Coaches gehörten definitiv dem VfL.

Nachdem wir als Trainer so viele neue Erfahrungen gemacht hatten und dazu persönlich noch das ein oder andere Highlight erlebten, waren wir uns am Ende einig: „Kaum zu glauben, dass der erste Junior-Coach-Day noch getoppt werden konnte.“ Und hoffen gleichzeitig, dass das beim „JCD Part 3“ nochmal gelingen wird.